Azubis mit Meister
Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget

Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget

Zielgruppen sind vor allem junge Menschen, die keinen Schulabschluss haben, bei denen ein erhöhter Förderbedarf besteht oder die eine Ausbildung abgebrochen haben. Zumeist liegen bei ihnen so genannte multiple Problemlagen vor. Sie kommen zum Beispiel aus einem schwierigen familiären Umfeld, sie sind alleinerziehend, sie haben Lernschwierigkeiten. Neben dieser recht jungen Zielgruppe wendet sich das Programm aber auch generell an Menschen mit Vermittlungshemmnissen für den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie an Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive.

Worum es bei der Förderung geht

Lernen und Arbeiten so verbinden, dass benachteiligte Menschen einen Berufsabschluss erwerben können und damit eine Integration in den Arbeitsmarkt für sie möglich wird. Dieser Ansatz zeichnet die Angebote aus, die im Rahmen des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets unterstützt werden. Zum Beispiel gilt es, Menschen mit Migrationshintergrund zu helfen, ihre Kommunikation am Arbeitsplatz zu verbessern, ihre beruflichen Kompetenzen auszubauen oder ihre kultursensible Orientierung zu erhöhen. Lernen und Arbeiten heißt hier: Die ungelernten bzw. angelernten Teilnehmer erwerben praxisnahe Teilqualifikationen, die sie für eine berufliche Zukunft benötigen. Ziel ist es, diesen Menschen einen Berufsabschluss zu ermöglichen, die Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft.

Gefördert werden können beispielsweise Ausbildungsvorbereitung, Ausbildungscoaching und Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen sowie Qualifizierungsprojekte zur Arbeitsmarktintegration und Fachkräftesicherung.

Zusatzangebot „Sozialwirtschaft integriert“

In den Berufen der Sozialwirtschaft ist durchweg ein erhöhter Fachkräftebedarf zu verzeichnen. Gleichzeitig stellt sich aktuell die arbeitsmarktpolitische Herausforderung, Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive sowie Migrantinnen und Migranten in den hiesigen Arbeitsmarkt zu integrieren. Den erhöhten Fachkräftebedarf der Sozialwirtschaft und die arbeitsmarktpolitische Integrationsaufgabe zusammenzubringen ist das Ziel des neuen Förder-Angebots „Sozialwirtschaft integriert“.  Die geförderten Projekte verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der neben Ausbildungsvorbereitung und Ausbildungsbegleitung auch eine integrierte Sprachförderung sowie das Nachholen von Schulabschlüssen ermöglicht.

Ohne die Einbindung von „Sozialwirtschaft integriert“ in die Arbeitsmarktförderung wären die geförderten Projekte nicht umsetzbar. Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Jobcentern, aber auch mit der Agentur für Arbeit gehört zu den Grundlagen der Projektkonzepte. Für die Akquise der Teilnehmenden wurden zumeist neue Verfahren erprobt. Die Jobcenter sehen in diesem Angebot die Möglichkeit, über die Instrumente des SGB II hinaus erforderliche Hilfen anbieten zu können – Hilfen, die erst durch das Zusammenspiel mit der modellhaften Landesförderung realisiert werden können.

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten finden Sie hier:

Zuletzt aktualisiert am 28.02.2019
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Ansprechpartner

Mattina Nemnich

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration