Schutz der Beschäftigten und Verbraucher beim Umgang mit Chemikalien

Schutz der Beschäftigten und Verbraucher beim Umgang mit Chemikalien

Chemikalien sind in unserem Tagesablauf häufige Begleiter – im Haushalt, am Arbeitsplatz und in der Freizeit. Einerseits bringen sie uns im Alltag Erleichterung, können aber andererseits auch gefährliche Eigenschaften für den Menschen, die Tiere oder die Umwelt besitzen. Chemikalien kennen keine Landesgrenzen und deshalb muss die Gefahr, die von ihnen ausgehen kann, international abgewehrt werden. Dieser Aufgabe ist die Europäische Union mit der REACH-Verordnung nachgekommen.

Alle Hersteller und Importeure der Europäischen Union dürfen nur solche Produkte in den Verkehr bringen, die den Verbraucher oder die Umwelt durch enthaltene gefährliche Stoffe und Zubereitungen nicht gefährden. Daher sind sie verpflichtet, Stoffe, die sie in Mengen ab einer Tonne herstellen oder importieren, bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki registrieren zu lassen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Altstoff (Stoffe, die vor September 1981 auf dem europäischen Markt waren und kein Prüfverfahren durchlaufen mussten) oder einen neuen Stoff handelt.

Diese Verpflichtung des Herstellers oder Importeurs hat das Ziel, die möglichen Gefahren von Chemikalien bereits frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Hierfür sind gesicherte Informationen über die Eigenschaften von Chemikalien unerlässlich. Damit alle Beteiligten in der Lieferkette von der Produktion einer Chemikalie bis zu ihrer Verwendung diese Informationen erhalten, werden die zentralen Sicherheits- und Verwendungshinweise durch das Sicherheitsdatenblatt vermittelt, welches jeder Lieferant seinen Kunden zur Verfügung stellen muss.

Zuletzt aktualisiert am 09.08.2017