Gefahrstoffe
Gefahrstoffe

Gefahrstoffe

An vielen Arbeitsplätzen in Industrie, Handwerk und Gewerbe werden Gefahrstoffe als Arbeitsstoffe eingesetzt. Hierbei kann es sich sowohl um reine chemische Stoffe handeln, als auch um Gemische von mehreren Substanzen.

Eine Chemikalie, die auf Grund ihrer physikalisch-chemischen, chemischen oder toxischen Eigenschaften gefährlich ist, wird entsprechend der Gefahrstoffverordnung als Gefahrstoff klassifiziert. Die Gefahrstoffverordnung benennt die für diese Einstufung relevanten Kriterien, wie zum Beispiel explosive, entzündbare, ätzende, giftige, krebserzeugende oder erbgutverändernde Stoffeigenschaften.

Aber auch gefährliche Substanzen, die erst bei einer Tätigkeit entstehen, wie Quarzfeinstaub bei der Bearbeitung von mineralischen Baustoffen oder Schweißrauche bei der Durchführung von Schweißarbeiten können Gefahrstoffe sein. Tätigkeiten mit Gefahrstoffen un die dabei am Arbeitsplatz entstehenden Expositionen sind für die überwiegende Anzahl der tödlich verlaufenden Berufskrankheiten in Deutschland verantwortlich. Beschäftigte, die im Rahmen ihrer Arbeit mit gefährlichen Arbeitsstoffen tätig werden, sind deshalb umfassend vor Expositionen durch Gefahrstoffe am Arbeitsplatz zu schützen. Die rechtliche Grundlage hierfür stellt die Gefahrstoffverordnung dar.

Die Gefahrstoffverordnung wird durch das Technische Regelwerk für Gefahrstoffe (TRGS) konkretisiert. Die Technischen Regeln erläutern praxisnah die Anforderungen an eine zielgerichtete Gefahrstoffinformation und die betriebliche Gefährdungsbeurteilung. Weiterhin beschreiben sie die für den Schutz der Beschäftigten geeigneten Maßnahmen entsprechend dem Stand der Technik. Werden Tätigkeiten mit Gefahrstoffen entsprechend den Technischen Regeln ausgeführt, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung erfüllt werden.

Zuletzt aktualisiert am 31.05.2017