LKW auf einer Straße
Psychische Belastung

Psychische Belastung

Psychische Belastungen spielen in der Arbeitswelt eine immer wichtigere Rolle. Das liegt einerseits daran, dass die Zahlen psychischer Erkrankungen in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind und sich mittlerweile auf einem hohen Niveau stabilisiert haben. Ein anderer Grund dürfte sein, dass viele Arbeitstätigkeiten in psychischer Hinsicht höhere Herausforderungen beinhalten und von den Beschäftigten als "stressig" erlebt werden.

Auch die Medien greifen das Thema vielfach auf und weisen auf Probleme wie Burnout, zunehmende Flexibilisierung und steigende Arbeitsverdichtung hin.

Die Ursachen für den Anstieg psychischer und sozialer Belastungen sind vielfältig, hängen aber eng mit der Entwicklung der Arbeitswelt insgesamt zusammen:

  • schnelle technologische Entwicklung, wie sie unter dem Stichwort "Industrie 4.0" angesprochen wird,
  • Globalisierung und Präsenz auf den Weltmärkten, häufig verbunden mit hohem Rationalisierungsdruck,
  • wachsende Ansprüche an spezifische Dienstleistungen, die innerhalb kurzer Zeit erbracht werden sollen,
  • steigende Flexibilität sowohl hinsichtlich der Arbeitszeit wie auch der Arbeitsorte,
  • außerdem wird vermehrt in Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit produziert, um die globalen Märkte zu versorgen.

Diese Veränderungsprozesse führen zu einem hohen Maß an arbeitsbedingtem Stress.

Rund die Hälfte der europäischen Beschäftigten ist der Meinung, an ihrem Arbeitsplatz sei Stress gegeben, ähnlich stellt sich die Situation in Deutschland dar. Dabei wird Stress - ähnlich wie andere psychische Gesundheitsprobleme - häufig missverstanden und oft auch stigmatisiert. Betrachtet man psychosoziale Risiken und Stress jedoch genauer, so handelt es oft um Probleme und Themen der betrieblichen Organisation oder der Arbeitsgestaltung. Damit sind sie ebenso sachlich analysierbar und veränderbar wie alle anderen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz.

Zuletzt aktualisiert am 06.10.2017