Röntgen
Anwendungen in der Zahnmedizin

Anwendungen in der Zahnmedizin

Die zahnmedizinische Diagnostik ist nicht mehr ohne die Anwendung von Röntgenstrahlung zur Erstellung analoger oder digitaler Röntgenbilder denkbar.

Die zentrale Stellung der Röntgendiagnostik in der Zahnmedizin ist gekoppelt an eine hochwertige Bildqualität bei möglichst geringer Strahlenexposition für die untersuchten Personen. Dies wird dadurch gewährleistet, dass vor jeder Aufnahme eine medizinische Indikation einer Zahnärztin oder eines Zahnarztes mit entsprechender Fachkunde vorliegen muss. Neben der jeweils aktuellen Fachkunde und der Kenntnisse derjenigen, die die Röntgenstrahlung an den Patientinnen und Patienten anwenden, müssen die eingesetzten Geräte dem Stand der Technik entsprechen. Dies bedeutet, dass die Geräte und die Prozesse einer ständigen technischen Überprüfung und kontinuierlichen Qualitätssicherung unterliegen.
Zur Qualitätssicherung gehören die eigenverantwortlichen Maßnahmen der Betreiber der Anlagen, nämlich der Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie die regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen durch die Zahnärztliche Röntgenstelle. Hinzu kommen Überwachungsmaßnahmen der atomrechtlichen Aufsichtsbehörden, in Hessen durch die Arbeitsschutzverwaltung.

Die Hessische Arbeitsschutzverwaltung führte zwischen 2007 und 2009 eine Schwer­punktuntersuchung in hessischen Zahnarztpraxen durch. Ziel war es, Erkenntnisse zur Umset­zung der im Röntgenrecht gesetz­lich vorgeschriebenen Qualitätssicherungs­maßnahmen in hessischen Zahnarztpraxen zu erhalten. Die Ergebnisse dieser Schwerpunktaktion sind in einem Bericht zusammengefasst worden.

Siehe hierzu Bericht "Technische Qualitätssicherung bei der Röntgendiagnostik in hessischen Zahnarztpraxen"

Mit der Novelle der Röntgenverordnung vom 4. Oktober 2011 wurde in § 16 Abs. 2 lediglich ein Wort gestrichen, das jedoch zu erheblichen Auswirkungen führen wird. Bislang musste eine erneute Teilabnahmeprüfung durch den Hersteller oder Lieferanten einer Röntgeneinrichtung lediglich durchgeführt werden, wenn die Änderungen am Röntgengerät nachteilige Auswirkungen auf die Bildqualität oder die Höhe der Strahlenexposition hatten. Durch Streichung des Wortes „nachteilig“ ist eine solche Abnahme- / Teilabnahmeprüfung nun in jedem Fall erforderlich. Insbesondere bei Dentaltubusgeräten kommt es zu Massenverfahren mit einem unverhältnismäßigen Aufwand, der inhaltlich für den atomrechtlichen Betrieb dieser Anlagen nicht gerechtfertigt ist. Um diesen Aufwand zu vermeiden, soll für die einfachen Dentaltubusgeräte, die bei nahezu jedem Zahnarzt in der Praxis stehen, eine Vereinfachung eingeführt werden, ohne dass die Sicherheit darunter leidet. Aus diesem Grunde wurde für Hessen am 9. Januar 2012 eine Allgemeinverfügung erlassen und im Staatsanzeiger für das Land Hessen veröffentlicht (StAnz. 5/2012 S. 179).

Der Betrieb einer Röntgeneinrichtung in der Zahnmedizin ist nur unter der Einhaltung gesetzlich vorgegebener Anforderungen zulässig.  Die wichtigsten  Anforderungen hierzu finden sich in dem Flyer  "Informationen zum Betrieb zahnmedizinischer Röntgeneinrichtungen".

Zuletzt aktualisiert am 11.09.2017