Legionellen
Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit Biostoffen

Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit Biostoffen

Bei biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffe) handelt es sich um Bakterien, Pilze und Viren, die unter dem Begriff "Mikroorganismen" zusammengefasst werden. Außerdem versteht man unter Biostoffen auch Zellkulturen, humanpathogene Parasiten sowie ein Agenz, das eine Transmissible Spongiforme Enzephalopathie (TSE) - übertragbares schwammartiges Hirnleiden - auslösen kann.

Biostoffe können insbesondere Infektionskrankheiten auslösen. Sie können aber auch sensibilisierend oder toxisch auf den menschlichen Körper wirken, so dass es beispielsweise zu Allergien, schweren allergisch bedingten Atemwegserkrankungen, Vergiftungsreaktionen sowie zu langfristig wirkenden Schwächungen und Erkrankungen des Immunsystems kommen kann.

Tätigkeiten mit Biostoffen treten in sehr unterschiedlichen Arbeits­bereichen und Branchen auf, wie z.B. in der Biotechnologie, in der medizinischen Forschung, der Nahrungsmittelproduktion, der Land- und Forstwirtschaft, der Abfall- und Abwasserwirtschaft, bei der Altlastensanierung und im Gesundheitswesen.

Maßnahmen des Arbeitsschutzes sind in der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit Biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung) geregelt, mit der die entsprechende Europäische Richtlinie 2000/54/EG sowie die Richtlinie 2010/32/EU des Rates in deutsches Recht umgesetzt wurden. Konkretisiert werden die Schutzmaßnahmen in den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA).

Informationen zum Bereich Arbeitsschutz und Gentechnikrecht finden Sie in der Informationsschrift "Schnittmengen und Schnittstellen zwischen den Vorschriften des Arbeitsschutzes und des Gentechnikrechts" sowie zum Bereich Veterinärmedizin finden Sie in der Broschüre "Umsetzung der Biostoffverordnung in veterinärmedizinischen Einrichtungen".

Zuletzt aktualisiert am 21.11.2018
Ansprechpartner

Dr. Lucia Voegeli-Wagner

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration