LKW auf einer Straße
Hilfen zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung

Hilfen zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung

Unterschiedliche Methoden und Instrumente zur Ermittlung psychischer Belastungen stehen zur Verfügung.

Grundsätzlich werden folgende Arten von Erhebungsinstrumenten eingesetzt:

  • Standardisierte Mitarbeiterbefragungen (schriftlich oder elektronisch):
    Standardisierte Mitarbeiterbefragungen sind gut geeignet, um einen Überblick über mögliche Belastungsschwerpunkte im Betrieb zu gewinnen. Auch ermöglichen sie es, alle Beschäftigten einzubeziehen. Wenn sich aus der Auswertung der Befragung Hinweise auf Gefährdungen ergeben, müssen diese allerdings meist in einem weiteren Schritt konkretisiert werden, um die Maßnahmenplanung einleiten zu können. Dieser Folgeschritt sollte in der Gesamtplanung berücksichtigt werden.
  • Beobachtung und Beobachtungsinterviews:
    Fachkundige Personen ermitteln die psychische Belastung auf der Basis von Beobachtungen der jeweiligen Tätigkeit, meist ergänzt um kurze Interviews mit den dort Beschäftigten. Diese - allerdings recht aufwändige - Vorgehensweise ermöglicht es, die Arbeitssituation auch unabhängig von der subjektiven Einschätzung der Beschäftigten zu erfassen.
  • Moderierte Analyseworkshops:
    Hier wird die psychische Belastung in einem Workshop beschrieben, unter Hinzuziehung des Erfahrungswissens von Beschäftigten und Führungskräften. Analyseworkshops haben sich insbesondere in kleinen Betrieben oder Organisationseinheiten bewährt. In Betrieben, in denen eine vertrauensvolle und offene Gesprächskultur besteht, bieten Analyseworkshops eine gute Möglichkeit, psychische Belastungen bei der Arbeit differenziert zu beschreiben, zu beurteilen und konkrete Maßnahmenvorschläge zu entwickeln. (Beispiel: Arbeitssituationsanalyse)

Welche Vorgehensweise im konkreten Fall zur Anwendung kommen soll, kann nur unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten, Erfahrungen und Kompetenzen entschieden werden.

Zuletzt aktualisiert am 31.05.2017