Azubis mit Meister
Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (QuB)

Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (QuB)

Dieses Programm wendet sich an benachteiligte junge Menschen ohne Schulabschluss. Ihnen soll geholfen werden, den Hauptschulabschluss nachzuholen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Auch junge Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive gehören zur Zielgruppe. Schon während des laufenden Asylverfahrens können sie am Programm teilnehmen, um ihre Integrationschancen durch frühzeitige Sprachförderung und eine konkrete Arbeitsmarktperspektive zu erhöhen. Das Programm wird aus Mitteln des Landes Hessen und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Worum es bei der Förderung geht

Ohne Schulabschluss sehen die Zukunftsaussichten eines jungen Menschen alles andere als rosig aus. Sie oder er wird es sehr schwer haben, den eigenen Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu bestreiten. Der Abbruch der schulischen Ausbildung war meist Folge eines ganzen Problembündels, das sich nur mühsam entflechten lässt. Den jungen Menschen mangelt es neben Grundkompetenzen fürs schulische Lernen oft auch an sozialen Kompetenzen. Sie sind also in mehrfacher Weise benachteiligt. Die für das Erlernen und Ausüben eines Berufs notwendige Disziplin und Motivation fehlt ihnen oftmals. Aussichtslos sind solche Fälle aber keineswegs. Selbständig und eigenverantwortlich arbeiten und leben, das kann man lernen. Mit der entsprechenden Förderung fällt der Einstieg in ein "geregeltes" Leben wesentlich einfacher.

Im Kern geht es um ein Qualifizierungsangebot, das es der Zielgruppe ermöglicht, eine Ausbildung zu machen und bzw. oder den Hauptschulabschluss zu erwerben. Diese arbeitsmarktorientierte Vorbereitung und Qualifizierung wird durch eine sozialpädagogisch begleitete Förderung ergänzt. Weil viele der geförderten jungen Menschen körperliche Erkrankungen oder psychische Probleme haben, spielt auch die Förderung der seelischen und körperlichen Gesundheit eine wichtige Rolle.

Wie sieht die berufsvorbereitende Qualifizierung aus, die von Jugendwerkstätten und Produktionsschulen geleistet wird? Es ist eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis, gegliedert in überschaubare modulare Einheiten. Möglichst jeder Teilnehmende absolviert pro Beschäftigungsjahr ein Betriebspraktikum, das zwischen zwei und sechs Wochen lang ist. Nach spätestens 24 Monaten soll die Qualifizierung beendet sein. Idealerweise finden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ablauf der zwei Jahre einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle.

Zuletzt aktualisiert am 16.06.2020
Ansprechpartner

Dr. Christian Mittermüller

Hessisches Ministerum für Soziales und Integration