Azubis mit Meister
Ausbildungskostenzuschuss für Benachteiligte (AKZ) − Starthilfe in ein Leben auf eigenen Füßen

Ausbildungskostenzuschuss für Benachteiligte (AKZ) − Starthilfe in ein Leben auf eigenen Füßen

Gefördert werden junge Menschen, die sozial oder individuell benachteiligt sind und ein erhöhtes Maß an Unterstützung benötigen. Praktisch heißt das: Sie finden keinen Ausbildungsplatz, vorhandene Leistungsangebote greifen bei ihnen nicht. Die Geförderten können bis zu 27 Jahre alt sein, aber auch ältere haben eine Chance. Auch Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive können eine Förderung erhalten.

Was ist unter sozialer bzw. individueller Benachteiligung zu verstehen? Sie betrifft beispielsweise Menschen, die in bildungsfernen Verhältnissen aufgewachsen sind. Weder im Elternhaus, noch in der Schule wurden ihre Fähigkeiten ausreichend erkannt und gefördert. Auch die soziale Herkunft kann ein Benachteilungsgrund sein. Von individueller Benachteiligung spricht man, wenn jemand zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten oder bestimmte Leistungsschwächen zeigt. Oder wenn er eine körperliche, psychische oder kognitive Behinderung hat.

Worum es bei der Förderung geht

Die Förderung besteht aus einem Ausbildungskostenzuschuss an Unternehmen. Wer als Arbeitgeber einem jungen Menschen, der die Förderkriterien erfüllt, einen Ausbildungsplatz gibt, erhält bis zu vier Ausbildungsjahre lang den Zuschuss. Die Förderung schafft also einen Anreiz für Unternehmen, Benachteiligten eine Chance zu geben.

Pro Ausbildungsjahr wird ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro gezahlt (in den ersten drei Ausbildungsjahren). Im vierten Ausbildungsjahr beträgt er 1.000 Euro. Insgesamt ist so ein Förderbetrag von maximal 7.000 Euro möglich.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2017
Ansprechpartner

Dr. Christian Mittermüller

Hessisches Ministerum für Soziales und Integration